Versicherungsschutz abhängig vom Zeitpunkt des Schadensereignisses

Versicherungsnehmer können auch nach Kündigung und/oder Vertragswechsel einer Versicherung Versicherungsdeckung bezüglich eines Schadensfalles erhalten, sofern zum Zeitpunkt des Ereignisses noch Versicherungsschutz bestand.
Leistungspflicht besteht bei Eintritt eines Versicherungsfalles grundsätzlich für jene Versicherung, in deren regulären Vertragslaufzeit das schädigende Ereignis eingetreten ist.
Dies bedeutet unter anderem, dass ehemalige Versicherungsnehmer, welche Ihren Vertrag mittlerweile gekündigt haben, finanziellen Ausgleich für einen mehrere Jahre zurückliegenden Versicherungsfall gelten machen können. Ansprüche hinsichtlich dieses Falles sind sodann an die ehemalige Versicherung zu richten.
Dies ist jedoch nur in jenen Fällen möglich, in denen die Versicherungsgesellschaft vom Versicherungsnehmer unverzüglich nach Kenntnis über das schädigende Ereignis informiert worden ist. Experten weisen darauf hin, dass der Anspruch auf Leistungspflicht dann ausgeschlossen ist, wenn der Versicherte die erforderliche Meldung schuldhaft verspätet abgegeben hat. Die gesetzliche Verjährungsfrist von 3 Jahren greift nicht, wenn der Versicherungsnehmer erst nach mehreren Jahren vom Versicherungsfall Kenntnis erhalten hat.
Es wird empfohlen, bei Ablehnung einer Deckungszusage die Versicherungsgesellschaft auf die unverzügliche Bekanntgabe des Falles sowie das Nicht-Verschulden der Verzögerung mittels Einspruches hinzuweisen.
Grundsätzlich ist außerdem anzuraten, dass Versicherte unverzüglich nach Kündigung bzw. regulärem Ende einer Versicherungslaufzeit für adäquate und rechtzeitige Anschlussversicherung sorgen, um in jedem Falle über ausreichenden Versicherungsschutz zu verfügen.