Neuregelung der steuerlichen Absetzbarkeit der Privaten Krankenversicherung

In jährlichen Turnus wird stets zu Jahresbeginn ein für viele heikles Thema unweigerlich aktuell: Die Steuererklärung.

Wie die Stiftung Warentest in der Februar Ausgabe des von ihr jüngst publizierten Magazins „Finanztest“ vermeldet, ist die Abgabe eben dieser Erklärung für den Großteil der arbeitenden Bundesbürger durchaus rentabel. Im Durchschnitt könne von etwa 820 Euro Lohnsteuerrückzahlung je Person ausgegangen werden.

Das 2009 vom Deutschen Bundestag erlassene Bürgerentlastungsgesetz verspricht ab dem Lohnsteuerjahresausgleich 2010 einen zusätzlichen Bonus. Hier wurden die Möglichkeiten zur steuerlichen Geltendmachung von privater Kranken- und Pflegeversicherung neu geregelt.

So können die Versicherten Arbeitnehmer, Beamten oder Selbständigen in diesem Jahr zum ersten Mal Beiträge zur medizinischen Grundversorgung beim zuständigen Finanzamt geltend machen.

Von Grundversorgung spricht man vor allem bei den Leistungen der Basistarife, welche im Wesentlichen deckungsgleich zu den Katalog-Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen sein dürften.

Weiter gehende Wahlleistungen wie Chefarztbehandlung, Zahnzusatzleistungen oder Einzelzimmerbelegung finden in diesem Zusammenhang keine Anerkennung.

Geltend gemacht werden Versicherungsbeiträge grundsätzlich in der neu formulierten Anlage „Vorsorgeaufwendungen“. Hier werden neben den medizinischen Leistungen auch Berufsunfähigkeits-, Arbeitslosen- und Haftpflichtversicherung erfasst. Die steuerliche Anerkennung von Versicherungsbeiträgen als Sonderausgaben ist per Gesetz auf festgesetzte Maximalbeträge begrenzt. Diese betragen bei Arbeitnehmern 1900 Euro, Selbständigen stehen gar 2800 Euro zur Verfügung.

Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sind mittels Nachweis entsprechender Belege vollumfänglich absetzbar, auch wenn sie den Höchstbetrag übersteigen. Da die Beiträge zur medizinischen Grundversorgung in der Regel die absetzbaren Maximalbeträge als Sonderausgaben übersteigen werden, wird nur in den wenigsten Fällen Spielraum zur Absetzbarkeit der übrigen Versicherungen gegeben sein.